Gemeinde Puschendorf
Neustädter Str. 7
90617 Puschendorf
Tel. 09101/ 90 95-0
Fax. 09101/ 90 95-13

Ortsgeschichte

Puschendorf (370 üNN) liegt im östl. Rangau. 1348 erstmals in Steuerakten des Bistums Bamberg erwähnt, erhielt es seinen Namen sehr wahrscheinlich von den Puschendorf ringsumschließenden Wäldern. Ein Jagdschloss in Nürnberger Besitz an dessen Stelle jetzt die Kirche steht, dürfte der Ursprung des Ortes sein. Eine vorhandene Quelle am westlichen Ortsrand begünstigte die Ansiedlung.

Bedeutende Gebäude:
Die Kirche St. Wolfgang (erbaut 1489) mit wertvollen Altären von unbekannten Nürnberger Meistern geschaffen. (1527 wurde die Kirche durch Nürnberger Einfluß evangelisch.)
Das Diakonissen-Mutterhaus mit Seniorenwohnheim, Freizeitenheim, Wirtschafts- und Verwaltungsgebäuden.

Die alte Handelsstraße Nürnberg-Frankfurt die von Burgfarrnbach-Veitsbronn-Emskirchen über Puschendorf führte, hatte erheblichen Einfluß auf die Entwicklung des Ortes. Der Gasthof zum Roten Ochsen war einstmals ein Pferdewechselstall und Herberge für Fuhrleute.

Als Naturdenkmal ist die ca.1000 jährige Eiche in der Ortsmitte zu erwähnen.

 Ab dem Jahr 1954 entwickelte sich der Ort auf Grund seiner günstigen Lage zu einer stattlichen Wohngemeinde mit ca. 2000 Einwohner und hohem Wohn- und Freizeitwert.
 

Das Wappen der
Gemeinde Puschendorf

Die Regierung von Mittelfranken hat der Gemeinde Puschendorf die Genehmigung zur Führung eines Wappens erteilt.
Das neue Wappen zeigt über einem roten Zinnenschildfuss auf goldenem Grund einen bewehrten halben schwarzen Adler und daneben auf Silber einen dreiblättrigen grünen Eichenzweig.
Der Inhalt des Wappens wird wie folgt begründet:
Im Jahr 1469 erwarb die Kartause Mariazell in Nürnberg den Ort Puschendorf.
Ihr Rechtsnachfolger war bis zum Ende des alten Reiches die Reichsstadt Nürnberg mit ihrem Landalmosamt. Sie hatte die niedrige Gerichtsbarkeit im Gemeindegebiet inne und war ausschließlicher Grundherr. An diese enge Verbindung zu Nürnberg soll der halbe Adler erinnern.
Die Zinnenmauer weist auf den spätgotischen Wehrkirchenbau hin, der eine Gründung der Kartause Mariazell ist.
Die obenbeschriebene Eiche, die als Wahrzeichen Puschendorfs angesehen wird, ist im Wappen mit einem grünen Eichenzweig dargestellt.